LINDAREN Volley Amriswil will Revanche nehmen

Urs Schär

Endlich geht es wieder richtig los! Nach einigen Wochen hartem Training, einigen Testspielen sowie den Feierlichkeiten zum Jubiläum 50 Jahre Volley Amriswil freuen sich Spieler und Teamverantwortliche auf den Saisonbeginn.

Im Vergleich zur letzten Spielzeit ist es in der Amriswiler Mannschaft zu einem veritablen Umbruch gekommen. Mit Josh Howatson (Rücktritt), Aleks Ljubicic (H2), Matevz Kamnik (Headcoach Talent School) sowie Clément Daniel (unbekannt) mussten gleich vier ausgewiesene Routiniers ersetzt werden und auch Ewould Gommans (Chaumont) und Dominik Fort (Luzern) sind weitergezogen. Für die sportliche Leitung des Vereins war es eine grosse Herausforderung, die entstandenen Lücken zu schliessen und erneut eine buchstäblich schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Mit dem Russen Bogdan Olefir, welcher bereits 2016 für Amriswil spielte, dem Slowaken Michal Petras sowie dem jungen Dänen Nikolaj Hjorth konnten die Aussenpositionen und mit dem Deutschen Georg Escher sowie dem von Jona in den Oberthurgau gezogenen Joel Maag die Mitte wieder sehr gut besetzt werden. Die einschneidenste Änderung betrifft die Zuspielerposition, wo der junge US-Boy Matt Yoshimoto versuchen wird, in die grossen Fussstapfen von Josh Howtson zu treten. Die Liberoposition übernimmt neu der bisherige Aussenangreifer Luca Müller und hinter ihm schnuppert der aus dem eigenen Nachwuchs stammende erst 17-jährige Ramon Diem als zweiter Libero erstmals NLA-Luft. Er wie auch die jungen Alex Lengweiler (Mitte) und Julian Weisigk (Diagonal) werden weiterhin auch in der zweiten Mannschaft spielen. Mit dem österreichischen Diagonalangreifer Thomas Zass sowie den Schweizern Jovan Djokic (Aussen), Thomas Brändli (Mitte) und Luca Weber (2. Zuspieler) komplettieren weitere bekannte Gesichter das Kader. Das Spiel um den Supercup von letztem Samstag – LINDAREN Volley Amriswil gewann gegen den letztjährigen Meister Lausanne UC mit 3:2 – hat klar aufgezeigt, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Automatismen wieder funktionieren und das Team eingespielt ist.

Von Fachleuten wird erwartet, dass sich wie in den Vorjahren Amriswil und Lausanne UC wieder um den Meistertitel streiten werden. Der morgige Gegner Volley Schönenwerd darf aber sicher nicht unterschätzt werden. Die Solothurner mussten zwar ebenfalls einige Abgänge verkraften, haben aber mit Yves Roth, Julian Fischer, Christopher Frame, Mischa von Burg und Luca Ulrich immerhin fünf aktuelle CH-Nationalspieler in ihren Reihen. Die reglementarische Vorgabe, dass immer mindestens zwei Schweizer Spieler auf dem Feld stehen müssen, bereitet Schönenwerd keine Probleme, besteht der Kader abgesehen von den zwei Polen Ernastowicz und Wolanski zumindest zurzeit ausschliesslich aus Schweizern!

Auch wenn man von den anderen Mannschaften noch nicht viel weiss, ist klar: LINDAREN Volley Amriswil will an Lausanne UC Revanche nehmen und in der ersten Saison in der neuen Ballsporthalle den Meistertitel wieder in den Oberthurgau holen!