Meisterschaft 2025/2026
31. Januar 2026: Colombier Volley – Volley Amriswil 0:3 (17:25, 16:25, 16:25)

Text: Berni Windler

 Amriswil siegt auch gegen Colombier

Vor dreieinhalb Wochen wurde die Serramalera-Equipe im CEV-Cup-Spiel letztmals gefordert. Seither standen vier Partien auf dem Programm, bei denen der Sieger schon vor Spielbeginn feststand. Die letzte dieser Begegnungen war das Auswärtsspiel gegen Colombier, das die Neuenburger ins 850 m hoch gelegene Cernier im Val de Ruz verlegt hatten. Aber ob Mittelland oder Jura, die Überlegenheit der «Munis» war auch gegen den Tabellenletzten der NLA eklatant.

Zu Beginn waren die Leute um Captain Iliya Goldrin nach der langen Reise noch nicht ganz wach, was den Gastgebern erlaubte, bis zum 11:11 dranzubleiben, doch zwei Service-Serien von David Boon und Daniel Urueña wiesen den Weg zum 25:17-Satzgewinn. Auch im zweiten Durchgang blieben die Neuenburger bis zum 8:9 in Tuchfühlung mit dem Gegner. Und wieder waren es zwei Aufschlag-Serien von Joel Hauck und wieder Urueña, die auf den Weg zum Satzende führten.

Im dritten Abschnitt lagen die Gäste von Beginn weg vorne. Bei Satzmitte wechselte der Coach Etienne Schalch und Fede Serramalera ein. Kurz vor Spielende zeigte Goldrin seine Servicestärke, indem er drei Aces und einen weiteren Aufschlag ins Feld zauberte, den die Platzherren nicht kontrollieren konnten.

Am kommenden Sonntag wird Amriswil wieder mal ans Limit gehen müssen. Im Cup-Halbfinal reisen sie zum Dauerrivalen Schönenwerd, der erneut ein Heimspiel in diesem Wettbewerb bestreiten kann.

Vor der letzten Qualifikationsrunde lag Näfels mit einem Punkt Vorsprung vor Amriswil an der Tabellenspitze. Die Glarner mussten zu Chênois nach Genf reisen und lagen dort mit 1:2-Sätzen in Rückstand. Nach dem knappen Satzausgleich mit 25:23 gewannen sie das Tie-Break klar. Nach der Qualifikation liegen Näfels und Amriswil mit jeweils 33 Punkte vorne, doch verbleiben die Glarner auf Rang 1, weil sie 12 mal gewonnen haben und Amriswil nur 11 Siege feiern konnte. Diese Rangierung ist von grosser Bedeutung: Amriswil wird es im Halbfinal wohl mit Schönenwerd zu tun bekommen, während Näfels auf Jona oder Chênois trifft. Und in einem allfälligen Final zwischen Näfels und Amriswil muss das Serramalera-Team mindestens einmal auswärts gewinnen, um Meister zu werden.

Colombier Volley – Volley Amriswil 0:3 (17:25, 16:25, 16:25); Cernier, Fontenelle, 300 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Francisco Droguett; 2. Schiedsrichter: Andy Sigrist. Mannschaftsaufstellung  Colombier Volley: Quentin Zeller, Jérôme Kunz, Danail Dimov, Florian Pittet, Fréderic Maulat, Filip Jastrzebski, David Brunner (Libero); Mannschaftsaufstellung Volley Amriswil: Iliya Goldrin, Joel Hauck, David Boon, Bruno Jukic, Daniel Urueña, Milan Jovanovic, Ramon Diem (Libero)