Cupfinal 2026 in Winterthur
28. März 2026, 14:00 Uhr: Volley Amriswil – Volley Näfels

 Text: Berni Windler

 Der erste Titel der Saison ruft

Im Februar hiess für Volley Amriswil der viermalige Gegner STV St. Gallen. Im März stand Volley Schönenwerd viermal auf der anderen Netzseite. Und jetzt wartet vier-, fünf oder gar sechsmal Volley Näfels auf den letztjährigen Meister und Cupsieger.

Bevor am Ostersamstag der Playoff-Final beginnt, stehen sich die langjährigen Rivalen am Samstag in der Winterthurer AXA Arena anlässlich des Cupfinals gegenüber.

Neun Mal gewannen die Glarner den Cuppokal in ihrer Vereinsgeschichte, exakt gleich häufig wie die Amriswiler. Der grosse Unterschied: Die Erfolge von Näfels liegen in der Vergangenheit, diejenigen der Amriswiler in der Gegenwart. Seit 2017 hiess der Cupgewinner sechsmal Amriswil, während der letzte Gewinn von Näfels ins Jahr 2016 zurückreicht.

Aber jetzt steht seit 2018 erstmals wieder Amriswil gegen Näfels auf der Affiche. Beide Teams haben ihre Achtel- und Viertelfinalspiele gegen Unterklassige souverän gewonnen. In der Vorschlussrunde musste Amriswil nach Schönenwerd reisen und erledigte auch diese Aufgabe makellos. Auf der anderen Seite war Näfels im Heimspiel gegen Jona weitaus weniger gefordert.

Die beiden Cupfinalgegner sind sich in dieser Spielzeit zweimal begegnet: Am 8. November machte die Serramalera-Equipe beim begeisternden 3:0-Sieg mit den Glarner kurzen Prozess: 25:20, 25:21, 25:21. Am 3. Januar gelang Näfels beim 3:1 die Revanche. Nach gewonnenem Startsatz spielten die drei Latinos Cabañas, Vazquez und Figueiredo zu gut für die Amriswiler. Am Ende der Qualifikation hatten beide Teams 33 Punkte aus 14 Spielen geholt, wobei Näfels dank zwölf Siegen gegenüber Amriswil mit elf Siegen auf Position 1 klassiert war.

In beiden Mannschaften stechen die Diagonalangreifer heraus. In der Mobiliar Topscorerliste steht Pablo Cesar Denis Cabañas mit 335 Punkten auf Rang 1. Etienne Schalch belegt mit 204 Punkten gerade mal Rang 7. Ist Schalch so viel schlechter als der Näfels-Argentinier? Sicher nicht! Zum einen hat Amriswil in der Qualifikation fünf Sätze weniger gespielt als Näfels. Zum anderen ist Amriswil viel ausgeglichener aufgestellt, es läuft vieles über andere Angreifer als über den Dia: Über die Mitte mit Daniel Urueña und Joel Hauck, über Aussen mit Iliya Goldrin, Björn Höhne und Bruno Jukic.

In den kommenden Wochen hängt vieles – wenn nicht alles – davon ab, wie gut es den Amriswilern gelingt, den 23-jährigen Näfelser Topangreifer zu stoppen. Es braucht überzeugende Aufschläge, saubere Annahmen und aufopferungsvolle Blockarbeit.

Beim ersten Duell geht es gleich um einen Titel. Ein Fehltritt ist nicht erlaubt, eine Niederlage kann nicht mehr korrigiert werden!

Auf nach Winterthur!