Cuphalbfinal 2025/2026
08. Februar 2026: Volley Schönenwerd – Volley Amriswil 1:3 (25:18, 22:25, 19:25, 22:25)

Text: Berni Windler

Volley Amriswil steht im Cupfinal

In einem begeisternden Spiel qualifizierte sich das Team von Coach Juan Serramalera trotz Startschwierigkeiten für den Cupfinal am 28. März in Winterthur. Da sich die beiden Teams in- und auswendig kennen, war es interessant, zu sehen, mit welcher Taktik die Coaches ihre Teams aufs Feld schicken würden. Atanas Petrov, der Coach der Solothurner, stellte seinen Block in erster Linie gegen Etienne Schalch, und diese Massnahme brachte vorerst Erfolg. Es dauerte bis zur Schönenwerder 23:16-Führung, ehe dem Amriswiler Dia die beiden ersten Punkte im Angriff gelangen. Sonst war das Spiel durch starke Blockarbeit auf beiden Seiten geprägt. Passeur Fabrice Egger konnte die Bälle auf alle drei Aussen verteilen, die immer wieder punkteten, und so war das 25:18 die logische Folge der Überlegenheit der Gastgeber.

Im zweiten Satz sah sich Iliya Goldrin zum 3:3 geblockt. Das veranlasste den Coach, den israelischen Captain durch Bruno Jukic zu ersetzen, eine Massnahme, die sich auszahlen sollte. Bald einmal lagen die Amriswiler mit zwei Punkten in Front. Bei 13:10 waren es schon drei Zähler. In der Folge bauten sie den Vorsprung bis auf fünf Zähler aus, und erst am Schluss des Satzes wurde es noch einmal eng, als die Solothurner von 19:24 bis zum Stande von 22:24 drei Satzbälle abwehrten. Eti Schalch war schon im zweiten Satz erwacht, und er zog diese verbesserte Leistung in die folgenden Sätze mit. Bis zum 8:8 vermochten die von 450 der 500 Zuschauer frenetisch unterstützten Leute um Captain Julian Fischer mitzuhalten. Dann enteilten die «Munis» auf 13:9, und wie immer war das die Entscheidung in diesem Satz. Mit 25:19 war der Satzgewinn nur noch eine Formsache.

Als bei 8:8 im vierten Abschnitt Cyril Kolb verletzungshalber ausscheiden musste, waren die Platzherren klar geschwächt. Amriswiler 2-Punkte-Führungen wurde von den Niederämtern zwar immer wieder ausgeglichen, doch konnten sie nie mehr in Führung gehen. Als die Gäste dann mit 21:17 in Front gehen konnten «war der Mist geführt». Bruno Jukic sollte es vorbehalten sein, den dritten Matchball zu verwerten. Es wäre müssig, aus dem ausgeglichenen Team auch nur einen Spieler hervorzuheben. Schalch war mit 20 Punkten klarer Topskorer, Joel Hauck brillierte mit 8 Abschlüssen, 4 Blocks und zwei Servicewinnern. Björn Höhne, der eine Angriffsquote von 57 % erzielte, war im Angriff siebenmal erfolgreich, und Zuspieler Milan Jovanovic glänzte trotz 5 Aufschlagfehlern mit seinem unberechenbaren Service. Dass eine Statistik trügen kann, zeigt die Auswertung diesmal: Die beiden Teams begingen gleich viele Aufschlagfehler. Sie brillierten mit je 4 Aces. Schöni wurden 62 % gute Annahmen zugeschrieben gegenüber 52 %. Und auch bei den Hauptsponsorin Angriffsprozenten lagen die Platzherren mit 45 % zu 42 % vorne. Aber qualifiziert für den Final hat sich Volley Amriswil.

Volley Schönenwerd – Volley Amriswil 1:3 (25:18, 22:25, 19:25, 22:25);
Schönenwerd, Betoncoupe Arena, 500 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: François Troyon; 2. Schiedsrichter: Francisco Droguett. Mannschaftsaufstellung Volley Schönenwerd: Cyril Kolb, Simon Maag, Reda Haikal, Eduardo Wurster, Alexander Lengweiler, Fabrice Egger, Julian Fischer (Libero); Mannschaftsaufstellung Volley Amriswil: Milan Jovanovic, Iliya Goldrin, Joel Hauck, Etienne Schalch, Björn Höhne,
Daniel Urueña, Ramon Diem (Libero)