Meisterschaft, Halbfinal 3/5 Playoffs 2025/2026
18. März 2026: Volley Amriswil – Volley Schönenwerd 3:1 (21:25, 25:23, 25:19, 25:18)

Text: Berni Windler

Amriswil legt wieder vor

In einem spannenden und hochklassigen Spiel setzte sich der letztjährige Meister nach anfänglichen Problemen sicher durch. Während anderthalb Sätzen waren die Gäste aus dem Niederamt die bessere Mannschaft. In der Money Time des zweiten Satzes leitete Etienne Schalch die Wende ein.

Schon kurz nach Matchbeginn lagen die Solothurner bei 4:2 mit zwei Punkten vorne. Bei 8:8 hatten sich die Amriswiler herangekämpft, doch zwei Punkte später lag man bei 8:10 schon wieder im Hintertreffen. Bei 12:12 war der Ausgleich wieder geschafft, nur um sogleich wieder in Rückstand zu geraten, und zwar mit 12:16. Und wieder kämpfte man sich bei 18:18 heran, ehe sich Schönenwerd definitiv absetzte und den Satz sicher mit 25:21 für sich entschied. Während auf der Gästeseite Reda Haikal zwar dreimal geblockt wurde, war der Ägypter doch die überragende Figur bei «Schöni».

Der zweite Satz entwickelte sich ähnlich wie der erste. Zwar lagen die Amriswiler bei 5:3 und 8:6 vorne, doch nach dem 10:9 drehten die Schönenwerder auf und lagen ihrerseits bis zum 20:20 immer leicht in Führung. Doch dann kamen die drei Minuten von Schalch. Drei Punkte aus dem Spiel heraus, dazu ein Aufschlagswinner – den Satzgewinn verdankte das Serramalera-Team seinem Diagonalangreifer.

Auch der dritte Durchgang blieb lange eine ganz enge Kiste. Bei 13:11 lag Amriswil erstmals mit zwei Punkten in Front. Dann wechselte der Amriswiler Coach Bruno Jukic, der seinen Platz nach dem ersten Satz an Björn Höhne hatte abtreten müssen, anstelle von Daniel Urueña für den Service ein. Und der Schweizer Internationale, der im ersten Satz enttäuscht hatte, liess sein Team mit guten Aufschlägen 16:12 in Front ziehen. Vier Punkte Vorsprung waren für das Team, das in Rückstand lag, in den letzten Jahren nie mehr aufzuholen. Und das war diesmal nicht anders: Da Haikal leicht abbaute, fehlte den Solothurnern die Durchschlagkraft, und der Satz endete 25:19 zugunsten Amriswils.

Als die Gastgeber im vierten Abschnitt mit 10:6 und 13:8 vorlegen konnten, begann Atanas Petrov, der «Schöni»-Coach, an seiner Aufstellung zu «basteln». Micha von Burg durfte für Haikal ran, Louis Hunziker für Fabrice Egger und Rufus Frauendorfer für Eduardo Wurster. Die beiden ersten überzeugten ihren Coach aber nicht und mussten wieder abtreten; nur der 18-jährige Frauendorfer buchte immer wieder schöne Punkte. Die gegnerische Wechslerei störte die Amriswiler aber nicht im geringsten. Sie zogen ihr Ding bis zum Schluss sauber durch. Es war Björn Höhne vergönnt, den zweiten Matchball zum 25:18 zu verwerten.

Wenn auch Schalch vom Publikum zum besten Spieler seines Teams gewählt wurde, überzeugte einer mindestens ebenso: Iliya Goldrin war nicht nur in der Annahme eine Bank, er fiel auch im Angriff immer wieder positiv auf, wenn er fast unmögliche Bälle noch zum Punkt verwerten konnte.
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Die vierte Partie in der Best-of-five-Serie ist auf morgen Freitag um 19:30 Uhr in Schönenwerd angesetzt.

Volley Amriswil – Volley Schönenwerd 3:1 (21:25, 25:23, 25:19, 25:18); Amriswil,
Sporthalle Tellenfeld, 870 Zuschauer; 1. Schiedsrichter: Laura Rüegg; 2. Schiedsrichter:
Sandra Auricht. Mannschaftsaufstellung Volley Amriswil: Milan Jovanovic, Iliya Goldrin, Joel
Hauck, Etienne Schalch, Bruno Jukic, Daniel Urueña, Ramon Diem (Libero); Cyril Kolb,
Simon Maag, Reda Haikal, Eduardo Wurster, Alexander Lengweiler, Fabrice Egger, Julian
Fischer (Libero)